Schach maritim

Hallo Freunde,

bedingt durch Corona haben wir nach längerer Pause unser Schachspiel wiederentdeckt und uns dabei an die Entstehungsgeschichte erinnert. Für uns ist das Meer ja ein Lebenselexier, und wo immer wir uns häuslich niederließen, war ein Wasser nicht weit entfernt. Nur Johannesburg war eine Ausnahme - soweit ich weiß, ist es die einzige Großstadt, die nicht am Meer, See oder einem Fluss erbaut wurde.

In Neuseeland, in meinem Studio am Meer,  kam mir vor Jahren die Idee, ein maritimes Schachspiel zu kreieren und es dem Meeresgott Neptun zu widmen. Er ist der König, die Meerjungfrau ist seine Dame. Die Mitspieler sind seine Untertanen: Pinguine, Seepferdchen und Haie und Leuchttürme bewachen die Grenzen seines Königreichs.

Ich ließ alle seine Figuren einzeln aus dem Horn des Wasserbüffels schnitzen, wobei ein Horn nur eine einzige weiße Figur ergab oder zwei schwarze. Sie wurden mit allergrößter Sorgfalt und Liebe geschnitzt und poliert. Jedes Stück ist ein Unikat, es gibt nur wenige Exemplare.

Das erlesene hölzerne Schachbrett, auf dem die Schlacht ausgetragen wird, ist in traditioneller japanischer Lacktechnik gearbeitet. Der Lack wird hauchdünn mit dem Pinsel aufgetragen, dann gebrannt und poliert. Dieser Vorgang wird sieben Mal wiederholt und gibt selbst dem schwärzesten Schwarz Glanz und Tiefe.

Jede Figur und jedes Brett ist ein Unikat. Von diesen Spielen gibt nur wenige Exemplare.

 

Es hat Spass gemacht, sich einer neuen Idee, einem anderen Medium und einer anderen Technik zu widmen.

Seid in diesem Sinne herzlich gegrüßt
Euer Helme

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