Mutationen

Ihr Lieben,

alle reden darüber, dass Corona die Welt verändert. Aber das ist doch nichts Neues. Wie heißt es so schön: Nur wer sich ändert, bleibt sich treu.

Die Menschen und die Götter machen es den Viren vor. Öfter mal was Neues. 

Ich habe versucht, diese Mutationen mit spitzer Feder zu verdeutlichen, um Euch die Angst zu nehmen vor der Zukunft.

 

Am Anfang lebten  die Götter im fernen Himmel. Um den Gläubigen näher zu sein, zogen sie um auf den Olymp. Da kletterten einige Beherzte hinauf, stahlen ihnen das Feuer und wurden zu Halbgöttern. Ihre Erben nannten sich Könige und ihre Familien waren adelig, bis die Bürgerlichen durch eine industrielle Revolution an die Macht kamen. Den Mehrwert schufen die Arbeiter. Da die Revolution ausblieb, die ihnen Karl Marx versprochen hatte, verkleideten sich alle wie die Werktätigen. Man zeigte Solidarität, rasierte und kämmte sich nicht mehr, trank aus der Flasche und zerriss die Kleidung. Das war auf Dauer langweilig, so wurde der Mensch zum Wilden. Zurück zur grünen Mutter Natur! Er bemalte sich, hängte Ringe an Nase, Augenbraue und Brustwarze und machte ein letztes Foto, bevor er zu Zwitter*in mutierte.

Am Fortschritt wird weiterhin fleißig gearbeitet. Die Stammzellenbastler forschen an einer Einheitshautfarbe für Jedermann.

Seid herzlich gegrüßt
von Euerm Helme

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