Anlieferung von Helme Heine's Moa im Museum

Museum der Fünf Kontinente – Ausstellungseröffnung 12.10.2018

Helme Heine: „Kein Bild in dieser Welt schauen wir öfter, intensiver und länger an als unser eigenes Spiegelbild. Kritisch mustern wir uns täglich, drehen und wenden uns, ziehen den Bauch ein, plustern uns auf, schneiden Grimassen beim Rasieren oder Zähne putzen, kämmen und cremen uns und machen uns schön.

Dagegen ist nichts einzuwenden. Problematisch wird es nur, wenn wir nur noch uns sehen,  wie die griechische Sagengestalt,  Narcissus, der sich in sein eigenes Spiegelbild verliebte und an seinem Egoismus zu Grunde ging. Oder wie im Märchen Schneewittchen, wo die Königin den Spiegel fragt, Spieglein, Spieglein an der Wand. Wer ist die Schönste im ganzen Land?  Solche Geschichten enden immer tragisch.

Die Bilder dieser Ausstellung sind absichtslos wie die Liebe. Kunst darf nicht Zweck gebunden sein, sonst verkommt sie zur Propaganda.

Ich halte den Europäern und den Maoris nur den Spiegel vor die Nase.  Ich hoffe, sie sehen nicht nur sich. Diese kleine, große Nation braucht viele, viele starke Individualisten. Sie sind das Salz in der Suppe. Die Probleme der Zukunft können wir aber nur gemeinsam meistern, Seite an Seite.“

 

Werke und Schnitzereien von Cliff Whiting, einem namhaften Künstler und Bildhauer aus Neuseeland, ergänzen und runden die Ausstellung in München ab.

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