Helme Heine über das Gend(er)(sie)n

Liebe Freunde und liebe Freundinnen und liebes Freund, (letztere sind diejenigen, die sich noch nicht entschieden haben, zu welchem Geschlecht sie gehören wollen).

Mit der politisch korrekten Sprache in unseren Zeiten tue ich mich noch schwer. Bei diesem Satz gerate ich schon leicht ins Stottern. Die Sprache, also eine weibliche Form, wird doch auch von Männern gesprochen. Wenn auch nicht so schnell und so viel wie unter Frauen. Wo bleibt da die Gender-Gerechtigkeit für uns Männer?

Vielleicht sollte ich den Artikel ganz fortlassen, ich könnte doch schreiben: Sprache ist etwas sehr kompliziertes, ein Erbe der Erziehung. Jetzt würden wahrscheinlich die Frauen protestieren. Erben nur die Männer? Sollte das Erbe der Frau nicht Siebe heißen? Und die Erziehung muss umbenannt werden in Sieziehung. Das könnte sprachlich er*siefolgreich sein. Der Sieg ist nahe, behaupten die Sprachpolizist*Innen, darauf könnten sie sich einigen, denn das Wort der Sieg berücksichtigt beide Geschlechter. 

Ich bin ja so froh, dass das Corona Virus sächlicher Natur ist und nicht wie die meisten Krankheiten weiblich.

Jetzt bin ich gespannt, wann die wichtigsten Herren in unserem Leben zu weiblichen Wesen mutieren, der Tod, der Teufel und der liebe Gott.

Seid herzlich gegrüßt von einem leicht verunsicherten
Helme

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