gone fishing

Hallo Freunde,

jeden Tag bewegen wir unsere morschen Knochen zum hiesigen Long Beach, um die hereinrollenden Wellen des Pazifik zu bestaunen und die Austernfischer zu beobachten, wie sie mit ihrem langen, nach oben gebogenen grell-roten Schnäbeln die Austern von den Felsen lösen, um sie ohne Zitrone auszuschlabbern.

Gestern war eine Gruppe Angler da, was nichts Ungewöhnliches ist, denn die Einheimischen mögen in diesen Corona-Zeiten besonders gerne frischen Fisch. Die Schwierigkeit der Angler besteht aber darin, mit weitem Armschwung ihre bleibeschwerten Angelleinen weit über die Brandung zu schleudern, denn nur dort schwimmen die Fischfilets. Je weiter der Wurf, desto größer die Chance auf ein Abendessen.

Diese Herren waren aber keine muskelbepackten Fischersleute, sondern befanden sich eher im vorgezogenen Rentenalter. Plötzlich startete aus ihrer Mitte eine Drohne und flog schwirrend hinaus auf das offene Meer. An ihrer Unterseite befand sich der Angelhaken mit Köder. Wie eine Möve schwebte die Drohne davon, der Pilot verfolgte den Flug auf seinem Bildschirm, den er in den Händen hielt. Entdeckte er unter sich einen Fischschwarm, löste er per Fernbedienung den Haken ab, zielgenau vor die hungrigen Mäuler der Red Snapper.

Gesunde Grüße von down under

Euer Helme

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