Fanpost

per E-Mail:

Sehr geehrter Herr Heine,

seit vielen Jahren begleiten mich Ihre Bücher, die ich so oft meinen Kindern vorgelesen habe und auch heute immer wieder mal anschaue. Jetzt würde ich so gern endlich wissen, warum Sie in Ihrem Buch „die Farben“  Braun und Grau anstatt Orange und Violett als Farben des Regenbogens gewählt hatten? Bis heute bin ich nicht darauf gekommen und würd mich sehr freuen, wenn Sie mir dieses Rätsel verraten würden.

Herzlichen Dank und freundliche Grüsse

 

Die Antwort:

Liebe …,

zuerst einmal vielen Dank, dass Sie meine Bücher so aufmerksam lesen und studieren und sich sogar die Mühe machen, mir zu schreiben. Ich kann Ihnen die Frage, die Sie mir gestellt haben, leider nicht beantworten. 

1. Ich habe dieses Buch hier im fernen Neuseeland nicht mehr zur Hand.

2. Ich habe es vor einer Ewigkeit geschaffen und kann mich deshalb auch nicht mehr erinnern, warum ich diese Farben gewählt habe.

3. Wir Künstler sind komische Menschen. Manchmal malen wir gelbe Hunde, blaue Pferde, grüne Gesichter, obwohl es die gar nicht gibt. Der Realist würde sagen, dem Maler ist die richtige Farbe ausgegangen. Der Kunstkritiker gibt dieser Schaffenszeit vielleicht einen Namen, dann wird es eine rosa oder blaue Periode. Ich kann Ihnen nicht sagen, warum meine Augen meiner rechten Hand mitgeteilt haben, die “falschen” Farben zu benutzen.

 

Das Wunderbare ist, wenn ich Orange und Violett gemalt hätte, hätten Sie mir nicht geschrieben und ich Ihnen nicht geantwortet.
Daraus entnehme ich, dass mein Grau und Braun doch nicht so verkehrt war.

Herzliche Grüße und bleiben Sie mir gewogen

Ihr Helme Heine

Teilen
Zurück